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Formelhafte Sprache

Untersuchungen zu ihren pragmatischen und kognitiven Funktionen im gegenwärtigen Deutsch

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Stephan Stein

Die Frage, inwiefern Sprachteilhaber von der Reproduktion fertiger Ausdruckseinheiten profitieren, ist empirisch noch nicht im Detail beantwortet. In dieser Arbeit wird formelhafte Sprache anhand von authentischen mündlichen und schriftlichen Texten analysiert. In pragmatisch-funktionaler Hinsicht wird am Beispiel gesprächsspezifischer Formeln gezeigt, wie sich wiederkehrende kommunikative Aufgaben schnell und sicher bewältigen lassen. In kognitiver Hinsicht wird der Textproduzent durch den Einsatz formelhafter Einheiten im Planungs- und im Formulierungsprozeß entlastet. Es wird gezeigt, daß der Rekurs auf Formelhaftes als ein Formulierungsverfahren zu verstehen ist, bei dem nicht Problemlöse-, sondern Routineaktivitäten zu erbringen sind.
Aus dem Inhalt: Formelhafte Sprache als Forschungsgegenstand - Begriffsbestimmung: Formelhaftigkeit - Formelhaftigkeit und sprachliche Kreativität - Pragmatik formelhafter Sprache: Gesprächsspezifische Formeln - Kognitive Leistung formelhafter Sprache: Formulierungsroutinen bei der Textproduktion.