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Das Richelieu-Bild im französischen historischen Roman von der Restauration bis zur Zweiten Republik

Geschichtskonzeption, Stoffgeschichte und Gattungstheorie bei Vigny, Touchard-Lafosse, Lottin de Laval, Dumas und Mirecourt

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Heike Brohm

Kardinal Richelieu gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten nicht nur der französischen Geschichte, sondern auch des französischen historischen Romans. Diese Arbeit untersucht die Vielfalt der stofflichen Gestaltungen des literarischen Richelieu-Bildes von der Restauration bis zur Zweiten Republik. Eine intertextuelle Romananalyse ermöglicht die Identifikation wichtiger Prätexte und Prätextsorten. Sie zeigt die ideologischen Funktionen der Gattung auf und erörtert gattungstheoretische Fragen für die Romankonzeption, insbesondere das Spannungsverhältnis von Historiographie und Fiktion. Es werden nicht nur Romane mit dauerhaftem Erfolg wie Alexandre Dumas' Les Trois Mousquetaires, sondern ebenso Werke bislang unbekannter Schriftsteller untersucht.
Aus dem Inhalt: Zur Definition des historischen Romans - Bildungsgeschichtliche und ideologische Hintergründe - Das Richelieu-Bild des französischen historischen Romans von der Restauration bis zur Zweiten Republik und seine prätextuellen Bezüge - Ideologischer Funktionswandel und konzeptionelle Entwicklung der Gattung.