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Madonnabilder

Dekonstruktive Ästhetik in den Videobildern Madonnas

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Nicoläa Grigat

Madonna avancierte in den letzten Jahren zur beliebten Denkfigur eines akademischen Diskurses, dessen Hauptinteresse ihren wechselnden visuellen Repräsentationen gilt. Die Madonnainterpretationen kreisen um die Frage, inwieweit die Pop-Ikone patriarchale Konstrukte, rassistische oder homosexuelle Klischees nur in affirmativer Weise benutzt oder ob sie sie kritisiert. Die dekonstruktive Ästhetik der Madonnavideos erweist sich als ein ambivalentes Verfahren, da es ihr an einer eindeutigen, kritischen Distanz zum wiederholten Konstrukt mangelt. So können bei den Musikclips sowohl tradierte als auch subversive Inhalte rezipiert werden. Für den Star Madonna eine geeignete Ästhetik, um heterogene Konsumentenkreise anzusprechen.
Aus dem Inhalt: Madonna, die Hure und Heilige - Madonna, die Gallionsfigur der Schwarzen und die Königin der Homosexuellen - Madonna, das Idol der Teenies und der Karrierefrauen - Madonna, die Geschäftsfrau und Produzentin ihrer selbst - Madonna, zeitspezifisches Phänomen im Zeitalter des Bildes und beliebte Denkfigur der Akademiker - Madonna, die Pippi Langstrumpf des Entertainments, die alle zum Narren hält: Feministen und Chauvinisten, Schwarze und Schwule, Pepsi und den Papst, Lesben und Gelehrte - Madonna, gehaßt und geliebt.