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Schultheorien nach dem Zweiten Weltkrieg

Pädagogische Untersuchungen zu bildungs- und schultheoretischen Strukturproblemen in den Konzeptionen von Wilhelm, Kramp, Fend und Ballauff

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Rudolf M. Kühn

Am Anfang dieser Arbeit stehen vier problematische Thesen der neuzeitlichen Bildungslehre. Der Verfasser untersucht, welche dieser Thesen in den Konzeptionen maßgebender Schultheoretiker nach 1945 überwunden, welche beibehalten oder noch verschärft wurden. Das ganze Ergebnis läuft auf die Unterscheidung von Revision und Suspension hinaus: Revision im Sinne von partieller Überwindung der «humanistischen Bildungsstruktur». Dafür stehen die Konzeptionen von Wilhelm, Kramp und Fend. Suspension dagegen im Sinne von prinzipieller Zurückweisung. Dafür steht die Konzeption Theodor Ballauffs. Seine Antithesen stellen die Pädagogik der Gegenwart vor die Aufgabe: zu dezentralisieren, zu desubjektivieren, zu deteleologisieren, zu demediatisieren. Er gelangt damit zu einer grundlegend anderen pädagogischen Systematik. Ihre «transzendentale Idee» ist die «Idee» der Menschlichkeit. Sie ist die Maßgabe für den Aufbau einer zeitgemäßen Systematischen Pädagogik und Theorie der Schule.
Aus dem Inhalt: Die problematischen Thesen der neuzeitlichen Bildungs- und Schultheorie - Revisionsversuche nach dem Zweiten Weltkrieg - Der Ansatz einer Suspension bei Theodor Ballauff - Bildungstheoretische Konsequenzen für eine andere pädagogische Systematik - Resultierende Überlegungen zu einer paideutischen Theorie der Schule.