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Fernando Pessoa und Gottfried Benn

Eine vergleichende Studie zur Identitätsproblematik in der Dichtung des 20. Jahrhunderts

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Martin Steinmetz

Von primärer Bedeutung für den Portugiesen Pessoa (1888-1935) und seinen deutschen Zeitgenossen Benn (1886-1956) ist die Auseinandersetzung mit den Begriffen Identität und Individualität, die nicht erst im Zuge der Postmoderne-Debatte fragwürdig geworden sind. Die komparatistische Studie befaßt sich mit dem geistesgeschichtlichen Horizont, der für diese avantgardistischen Autoren und heutige Interpreten von Belang ist. In den Analysen zur Lyrik und Prosa von Pessoa und Benn wird das Identitätsproblem im dialektischen Verhältnis zu komplexen literarischen Verfahren (Fragment, Intertextualität, Leitmotivtechnik) betrachtet. Die Identitätskrise wird als philosophisch-ästhetische Herausforderung des Schreibens in einer entfremdeten, metaphysisch 'leeren' Sprache verstanden.
Aus dem Inhalt: Der komparatistische Vergleich - Fragment und 'vollständiger' Text - Geistesgeschichtliche Umrisse der Begriffe Identität und Individualität - Zwischen Kohärenz und Dispersion: Fernando Pessoa - Lyrische Montage und Prosa der halluzinatorischen Reflexion: Gottfried Benn.