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Die Reform der laizistischen Schule bei Célestin Freinet

Eine Methode befreiender Volksbildung

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Renate Kock

Der Schlüssel zum Verständnis Freinets liegt im Begriff der Laizität. Von diesen Grundgedanken her wird durch eine systematische Analyse der Schriften Freinets die seiner Praxis zugrundeliegende Theorie entfaltet und reflektiert. Die bis heute nicht entschiedene Frage, ob Freinets Selbstverständnis vom Lehrerdasein als vorrangig pädagogisch oder politisch bewertet werden muß, bleibt dabei als vordergründig zurück und wird in einer einheitlichen Deutung Freinets als eines Laizisten aufgehoben. Es wird herausgestellt, daß Freinet von seinem laizistischen Selbstverständis her und durch eine eigenständige Rezeption zeitgenössischer internationaler reformpädagogischer Ansätze ein unverwechselbar einmaliges Konzept der laizistischen Schule als «Methode befreiender Volksbildung» entwickelt hat, das in der im Jahre 1935 in Vence eröffneten «Ecole Freinet» konkret Gestalt gewinnt.