Show Less
Restricted access

Treu und Glauben (§ 242 BGB) als Garantenstellung im Strafrecht?

Series:

Petra Kamberger

Treu und Glauben ( 242 BGB) ist bislang beim Betrug durch Unterlassen in Rechtsprechung und Literatur überwiegend als Garantenstellung anerkannt. Die Autorin untersucht Argumente aus der gesamten Geschichte der strafrechtlichen Debatte um Betrug durch Unterlassen und Treu und Glaubne, um Entwicklungslinien herauszuarbeiten. Schwere Bedenken werden dabei bezüglich der Vereinbarkeit mit dem elementaren Gesetzlichkeitsprinzip und dem fragmentarischen Charakter des Strafrechts deutlich. Die Arbeit fordert dazu auf, Strafwürdigkeitsüberlegungen nicht über rechtsstaatliche Prinzipien zu stellen und zeigt für die Garantenstellung aus Treu und Glauben einen Lösungsansatz.
Aus dem Inhalt: Problemstellung - Geschichte der Garantenstellung aus Treu und Glauben in strafrechtlicher Literatur und Rechtsprechung vor Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches, zwischen Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches und 1933, zwischen 1933 bis 1945 und seit 1945 - Bedenken gegen diese Garantenstellung aufgrund des Gesetzlichkeitsprinzips und des fragmentarischen Charakters - Neue Tendenzen und zusammenfassender Überblick.