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Alfred Andersch

Erzählformen und Grenzen der Fiktion im Roman "Winterspelt</I>

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Dörte Baumeister

In Alfreds Andersch Leben und Werk spielen seine persönlichen Erfahrungen von Faschismus, Krieg und Desertion eine zentrale Rolle. Neue biographische Kenntnisse erfordern inzwischen eine kritische Wiederlektüre des gesamten Werkes. In Andersch Texten finden sich Spuren einer verdrängten und verleugneten Assimilation im Nationalsozialismus. Diese Arbeit geht der Wiederkehr des Verdrängten nach. Mit Bezug auf die Autobiographie und die Poetologie des Autors werden die Aporien in seinem letzten großen Roman Winterspelt untersucht. Andersch Erzählweisen bleiben gerade in ihrer scheinbaren Distanz und Objektivität an die Funktion der Rechtfertigung gebunden.
Aus dem Inhalt: Autobiographie und Geschichte - Kunsttheorie und Wirkungsästhetik - Das autobiographische Verfahren - Das Rätsel Dincklage - Die Figuren - Die Sprachwelt - Die verdichtete Wahrheit Winterspelts.