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Die Kommune Chiavenna im 12. und 13. Jahrhundert

Politisch-administrative Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel in einer lombardischen Landgemeinde

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Claudia Becker and Universität Münster

Im 12. und 13. Jahrhundert vollzog sich in italienischen Kommunen die Entwicklung von der Konsulats- zur Podestàverfassung. Dieser Prozeß wird für Chiavenna, eine Landkommune von regionaler Bedeutung, an der Einrichtung neuer Ämter, Funktionen und Gremien detailliert nachgezeichnet. Darüber hinaus sind aufgrund der Überlieferung kommunaler Urkunden und früher Rechnungsbücher die Personen zu ermitteln, die in den verschiedenen Phasen im Dienst der Kommune standen. An der sozialen Zugehörigkeit der Funktionsträger lassen sich gesellschaftliche Veränderungen ablesen, die unmittelbar auf die kommunale Organisation einwirkten. Diese Zusammenhänge erklären auch die Zunahme von Schriftgut als Kontrollinstrument und damit die wachsende Bedeutung der Notare in der Kommune.
Aus dem Inhalt: Die Kommune Chiavenna von der Autonomie zur Abhängigkeit - Entwicklung des Konsulats - Oligarchisches Regiment der Konsulatsaristokratie - Öffnung für neue gesellschaftliche Gruppen - Podestat - Zusammenhang zwischen sozialen Veränderungen und kommunaler Organisation - Neues Schriftgut als Kontrollinstrument.