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Guzman de Alfarache bei Mateo Aleman und bei Juan Martí

Ein Beitrag zur Gegenüberstellung der authentischen und apokryphen Fortsetzung

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Rosmarie Tscheer

Die Arbeit untersucht sowohl die Bezüge zwischen der authentischen und apokryphen Fortsetzung als zwischen den beiden Fortsetzungen und dem ersten Teil dieses bedeutenden und wohl vielschichtigsten spanischen Schelmenromans. Sie vergleicht kritisch und mit grosser Akribie das Verhalten des Pícaro Guzmán de Alfarache auf seinem abenteuerlichen Weg innerhalb einer Gesellschaft, die ihn, den Habenichts, verachtet, deren Exponenten: übermächtige Advokaten, Gerichtsdiener, Makler, Händler ihn betrügen, um sein Hab und Gut bringen, und die er mit picaresker Unverfrorenheit und Spielfreude seinerseits hereinlegt, wobei ihm sein erstaunliches Verwandlungstalent zustatten kommt. Textkritische Fragen nach der Abhängigkeit der beiden Fassungen voneinander werden gestellt, Interferenzen aufgezeigt und anhand der «vices vitae» des Pícaro dessen Weltbild skizziert.
Aus dem Inhalt: Das Fortgehen des Pícaro Guzmán de Alfarache von zuhause, aus den verschiedensten Dienststellen, bis zur Verurteilung zur Galeere und baldigen Begnadigung. Sein Irrtum über die Umwelt und sich selber, der die Ursache sämtlicher «adversidades» ist.