Show Less
Restricted access

Leben am Rand

Zur subjektiven Verarbeitung benachteiligter Lebenslagen

Series:

Kurt Gahleitner

Randgruppen sind politisch-gesellschaftlich motivierte Definitionskategorien, um Armutsphänomene außerhalb der Normalgesellschaft zu stellen. 'Benachteiligte Lebenslagen' beschreiben Armut auf allen Ebenen, in deren Zentrum materielle Armut steht. Eine biographieanalytische Studie (durchgeführt in Salzburg, Österreich) weist das Vermittlungsverhältnis zwischen individualgeschichtlichen und sozialstrukturellen Faktoren als das Aufeinandertreffen der Krise des Einzelnen (einzelner Gruppen) und der Krise der Gesellschaft aus. Soziale Ausgrenzung und das Abrutschen in einer 'Spirale der Abwärtsmobilität' sind aufgrund mangelnder Unterstützungsressourcen oft die Folge. Praxisrelevante Handlungsstrategien für die psychosoziale Arbeit mit Menschen in benachteiligten Lebenslagen (Wohnungslosenhilfe) werden abschließend diskutiert.
Aus dem Inhalt: Kritik des Randgruppenkonzepts - Benachteiligte Lebenslagen - Über das Verhalten in den Verhältnissen - Drei Biographien wohnungsloser Menschen - Die Krise des Einzelnen und die Krise der Gesellschaft - Konzeptuelle Vorschläge für die Praxis - Psychosoziale Krisenarbeit in der Wohnungslosenhilfe.