Show Less
Restricted access

Jeremias Ackerkauf

Eine Untersuchung von Jeremia 32

Series:

Herbert Migsch

Die Studie untersucht die Struktur von Jeremia 32. Es wird auf der Basis literarischer Kritik nachgewiesen, daß der von der hebräischen Bibel tradierte Text nicht als Erzählung, sondern als Rede aufgebaut ist. Die Perikope wurde in spätexilisch/frühnachexilischer Zeit formuliert, um die babylonischen Exulanten für eine Heimkehr in die alte Heimat zu gewinnen. In späterer Zeit wurde sie überarbeitet, um auch die Diasporajuden in die Rückkehrverheißung einzubeziehen (MT). Die antike griechische Übersetzung (Jer 39LXX) spiegelt eine andersgeartete Nachbearbeitung wider, die vielleicht aus der Zeit Nehemias oder danach stammt. Jeremia wird als «Notar Jahwes» die Ackerkäufe der Heimgekehrten insgesamt urkundlich bestätigen, um so die neuerworbenen Rechte an Grund und Boden als von Jahwe geschützt auszuweisen.
Aus dem Inhalt: Strukturierte Darstellung des Grundtexts - Textkritik - Kontextbetrachtung und Abgrenzung - Kohärenzstörungen als Problemanzeige - These: Jeremia 32 - eine Rede - Analyse der zitierten Texte - Darstellung der Strukturen - Literarkritik - Nachbearbeitung durch einen Rezensenten des kürzeren Jeremiatexts - Nachbearbeitung durch einen Rezensenten des längeren Jeremiatexts - Zur These von Hardmeier: Jeremia 32, 2.6-15 als Beginn der GBJ-Erzählung - Zur These von Seitz: 32,1-2*. 6-15 als Fortsetzung von Jeremia 37,21 und Vorbereitung auf Jeremia 38,1-6.