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«Dies Bildnis ist bezaubernd schön»

Untersuchungen zur Struktur und Entwicklung der Bildnisbegegnung in der deutschen Literatur des 16.-19. Jahrhunderts

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Bernd Laroche

Die Motivuntersuchung in der Literaturwissenschaft ist eine Forschungsmethode, die Strukturen eines Sprachkunstwerkes entschlüsselt. Das Porträt und seine Bildnisbetrachter stehen im MIttelpunkt der Untersuchung. Dieses Motiv ist in den verschiedenen literarischen Gattungen seit der Renaissance bis zum modernen Film aufzuweisen. Der Autor analysiert exemplarisch deutsche Dichtwerke (u.a. von Gryphius, Lohenstein, Gellert, Wieland, Lessing, Jacobi, Heinse, Lenz, Goethe, Brentano, Hoffmann) der Zeitspanne vom Barock bis zur Romantik. Neben der Herausarbeitung eines Typus wird ein literaturgeschichtlicher Längsschnitt gegeben. Kunsttheoretische Erörterungen zur Ästhetik des Porträts bilden den Ausgangspunkt der Untersuchung. Aus den Sprachanalysen wird eine neue Sichtweise der «alten Dichtungen» ermöglicht und ein Strukturelement für die Deutung neuzeitlicher Literatur gewonnen. - Die Arbeit ist eine überarbeitete und ergänzte Dissertation.
Aus dem Inhalt: Zur Theorie des Porträts: Okkasionalität, Fragwürdigkeit und Wertschätzung im physiognomischen Erlebnis - Die Bildnisbegegnung und das Porträt in der Gestaltung des literarischen Werkes: Die Wirksamkeit der spontanen Bildungsbegegnung und ihre geschichtliche Entfaltung in den Darstellungsformen des 16.-19. Jahrhunderts.