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Die Einheit von Wahrnehmung und Motorik

Die Herausbildung von Kontrollstrukturen für die Verhaltenssteuerung im Wechselspiel von Wahrnehmung und Motorik

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Michael Ziessler

Zielgerichtetes Handeln setzt ein Zusammenwirken von Wahrnehmung und Motorik voraus. Hier wird die These vertreten, daß es sich dabei um zwei Prozesse handelt, die sich lernabhängig aufeinander abstimmen. Damit wird die wahrgenommene Information unmittelbar paßfähig mit der Information, die zur Steuerung der Motorik benötigt wird. Reizmerkmale und Verhaltensparameter erscheinen so als zwei Seiten eines einheitlichen Sachverhaltes. Zwischen Wahrnehmung und Motorik muß nicht durch zusätzliche Prozesse vermittelt werden. Die Wahrnehmung schließt bereits die Steuerung der Motorik ein, und umgekehrt wird durch die Notwendigkeiten zur Steuerung der Motorik auch die Wahrnehmung gesteuert. Umfangreiche experimentielle Befunde zur Stützung dieser These werden vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Ausgehend von einer Übersicht über bisherige Ansätze zur Analyse des Zusammenhangs von Wahrnehmung und Motorik werden Experimente vorgestellt, die wechselseitige Anpassungen von Reizverarbeitung und Reaktionsvorbereitung belegen. Konsequenzen für die Organisation von Wissen und Gedächtnis werden diskutiert.