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Rahmen und Gerahmtes- Das Spiel mit Darstellung und Bedeutung

Eine Untersuchung des illusionistischen Rahmenmotivs im Oeuvre Gerrit Dous

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Ute Kleinmann

Widmeten sich bisherige Untersuchungen der Gemälde Gerrit Dous entweder ikonographischen Fragestellungen oder ihrer feinmalerischen Präzision, liegt nun erstmals eine Studie vor, die das von Dou popularisierte illusionistische Rahmenmotiv im Detail analysiert und auf seine Aussagefähigkeit für die gerahmte Figurenszene hin befragt. Dou gewinnt als Maler eine neue kunsthistorische Einschätzung. Er wird als Persönlichkeit von hoher Intellektualität und kunsttheoretischem Horizont betrachtet. Die Bedeutung der von Dou entwickelten Bildform ist darin zu sehen, daß er mit Hilfe des bildimmanenten Rahmens und einem abgegrenzten Typenrepertoires einerseits eine Ausdrucksform gestaltet, mit der er die Allgemeingültigkeit des Dargestellten untermauern kann, andererseits kunsttheoretische Ansprüche formuliert, indem er das eigene Medium und dessen Rezeption zum Thema erhebt.
Die Autorin: Ute Kleinmann, geboren 1960 in Essen, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Bochum und Wien. Erwerb des Magistergrades 1987, Promotion 1992.