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Quantifizierung von Nährstoffeinträgen in Kleinstrukturen einer Löß-Agrarlandschaft

Methodik und Anwendung eines modellanalytischen Ansatzes

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Sylvia Herrmann

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat zu einer Abnahme bzw. zum Verschwinden von oligo- und mesotrophen Pflanzenarten und -gemeinschaften in der Agrarlandschaft geführt. Dabei wird die zunehmende Eutrophierung als eine wichtige Ursache für diese Veränderungen betrachtet. Um dieser Entwicklung durch Planungsmaßnahmen und Programme effektiv entgegensteuern zu können, müssen die Zusammenhänge zwischen der Bewirtschaftungsintensität und der Vegetationsentwicklung quantifiziert werden. Dazu wurde ein Wasserhaushalts- und Erosionsmodell getestet. Die Eignung neuer Informationstechniken zur flächendeckenden Datenbeschaffung und -verarbeitung wird am Beispiel der Satellitenbildinterpretation und des Einsatzes eines Geographischen Informationssystems aufgezeigt. Die Ergebnisse der Simulation zeigen, daß eine Abschätzung des Eutrophierungspotentials durch die landwirtschaftliche Nutzung auf Äckern für das Untersuchungsgebiet Kraichgau in Abhängigkeit von standörtlichen und bewirtschaftungstechnischen Bedingungen möglich ist. Damit ist auch die Möglichkeit gegeben, über eine Grenzwertsetzung für den aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes tolerierbaren Nährstoffeintrag Vorschläge für eine Änderung der Landbewirtschaftung abzuleiten.
Aus dem Inhalt: Eutrophierung von Kleinstrukturen - Quantifizierung von Nährstoffverlagerungen in Agrarlandschaften - Anwendung von Stoffflußmodellen - Erosions- und Wasserhaushaltsmodell CREAMS - Modellstruktur, Datenerfordernisse, Modifikationen - Landnutzungsbestimmung mittels Satellitenbildinterpretation - Zusammenhang zwischen Landnutzungsintensität und Vegetationsentwicklung in Kleinstrukturen.