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Handlungstheoretische Überlegungen zum «Sechs-Stufen-Modell des moralischen Urteils» von Lawrence Kohlberg

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Karen Franz

Die Arbeit versteht sich als kritische Reflexion des Kohlbergschen Modells der Genese moralischer Urteilskompetenz. Sie hinterfragt, inwiefern die Einengung des Moralbegriffs auf den der Gerechtigkeit berechtigt ist und ob eine solche Gerechtigkeitstheorie überhaupt noch imstande ist, das Problem der Verantwortung angemessen zu erfassen. Diskutiert wird auch, inwieweit Kohlberg seinem Anspruch gerecht wird, das Meadsche Modell der Interaktion und Rollenübernahme weiterzuführen. Die Studie fragt nach den Perspektiven und Grenzen der Begründungsverfahren des Gültigkeitsanspruchs sozialer Normen und versucht zu ergründen, ob selbige nur ein idealtypisches Konstrukt im Sinne einer neuen Aufklärung darstellen.
Aus dem Inhalt: Ist die Einengung des Moralbegriffs auf «Gerechtigkeit» berechtigt? - Stellt das «Sechs-Stufen-Modell des moralischen Urteils» nur ein idealtypisches Konstrukt der Genese moralischer Urteilskompetenz oder eine tatsächliche Rekonstruktion derselben dar? - Normative Begründungsverfahren - idealtypische Konstruktionen im Sinne einer neuen Aufklärung?