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Realsatire und Lebensbewältigung

Studien zu Entstehung und Leistung von Werner Krauss' antifaschistischem Roman «PLN. Die Passionen der halykonischen Seele»

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Elisabeth Fillmann

Die mitten im Krieg eingeführte Postleitzahl (PLN=Postleitnummer) bot Werner Krauss den Aufhänger für seine satirische Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus. Unter der ständigen Drohung, wegen seiner Widerstandstätigkeit in der «Roten Kapelle» hingerichtet zu werden, gelang es dem Romanisten, schreibend seine persönliche Situation zu bewältigen. Er gewann zugleich aus vielen Einzelheiten der Zeitrealität auf Gegenwirkung zielende Analysen des Nationalsozialismus. Elisabeth Fillmann geht vielen Fragen, die das oft gerühmte Werk des später in der DDR lebenden Aufklärungsforschers bisher aufwarf und es als schwierig gelten ließen, auf den Grund und arbeitet den Gegenentwurf gegen die (faschistisch-kapitalistische) Entfremdung heraus, den Krauss auch aus den Erlebnissen im Widerstand bezog.
Aus dem Inhalt: Biographischer Überblick - Textkritik - Der Niederschlag der Gruppe Schulze-Boysen/Harnack in PLN - Die Analyse des Nationalsozialismus, die Krauss aus Detailphänomenen der Zeit - oft gespiegelt in Zeitungsartikeln - entwickelt, besonders «Postsachen» - Die Kritik der «dt. Innerlichkeit» - Literaturtheoretisches zu PLN.