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Gnade und Erkenntnis in Calvins Prädestinationslehre

Calvin im Vergleich mit Pighius, Beza und Melanchthon

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Harald Rimbach

Calvins Prädestinationslehre zeichnet sich durch ein besonders enges Verhältnis zwischen ihrem Sachinhalt, der für ihn vorausgesetzten Erkenntnislehre und der Form ihrer Darbietung in der Institutio von 1559 (III 21-24) aus. Um seinen Gedanken von Gottes völlig unverdienter Erwählungsgnade gegen z.T. sehr massive Vorwürfe abzusichern, entwickelt der Genfer Reformator seine Auffassung von der doppelten Erkenntnisbegrenzung im demütigen Glauben. Seine bewußt antispekulative Haltung zeigt sich auch äußerlich in der gekonnt gestalteten Form seines Lehrstücks. Bedeutsam ist es bis heute als ein Modellfall für die Verbindung der reformatorischen Gottes- und Gnadenerkenntnis mit den Bedingungen des theologischen Nachdenkens über sie.
Aus dem Inhalt: Tiefe Spannungen für das Denken in Calvins Prädestinationslehre aufgrund der Erkenntnisbegrenzung des Menschen - Der demütige Glaube als einzige Grundlage für die Erkenntnis von Gottes gerechtem Handeln - Argumentative Darlegung in Inst. III 21-24; reduzierte, z.T. regressive und lockere Gedankenfolge.