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«Die Liebe, die uns immer zur Hemmung wurde...»

Weibliche Identitätsproblematik zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit am Beispiel der Prosa Claire Golls

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Verena Mahlow

Die Krise des Subjekts markiert als existentielle Grundlage des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit den Ausgangspunkt der Untersuchung. Bei der Identitätsproblematik nimmt das Thema weibliche Identität eine Sonderstellung ein. Der Blick auf den zeittypischen Weiblichkeitsdiskurs zeigt eine Diskrepanz zwischen avantgardistischem Emanzipationsanspruch und konventioneller Geschlechtspolarität, nach der der Frau die Teilhabe an der Dissoziationsproblematik verwehrt werden sollte. In den intertextuellen Verweisen der Prosatexte Claire Golls gibt sich ein imaginäres Überschreiten der weiblichen Rollenbilder zu erkennen, das von der Autorin bewußt eingesetzt und zugleich als klischeehafte Fiktion entlarvt wurde, die ihre Ursache in der Funktionalisierung des Geschlechts hat.
Aus dem Inhalt: Expressionistische Ambivalenz zwischen Ich-Verlust und der Suche nach dem neuen Menschen - Das Kontinuitätselement in der Neuen Sachlichkeit - Der Wandel des Identitätsverständnisses - Liebe und Geschlecht - Frauenbilder - Zum Umgang Claire Golls und anderer Frauen mit 'Weiblichkeit'.