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Dentogene Herdinfektion. Zusammenhänge zwischen Zahnerkrankungen und anderen Krankheiten bis zur Einführung des Begriffs «focal infection» im Jahre 1911

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Manfred Nürnberg

Die Vorstellung von dentogenen Krankheitsherden im Körper ist selbst vielen medizinischen Laien geläufig. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts und auch darüber hinaus spielte die Lehre von der dentogenen Herdinfektion eine große Rolle. Heute hat sie in der Zahn- und Allgemeinmedizin nicht mehr viele Anhänger. Dennoch ist die Entwicklung zum Konzept der dentogenen Herdinfektion bis zur Einführung des Begriffs im Jahre 1911 interessant. Sie steht im Mittelpunkt der Arbeit. Es können viele falsche Behauptungen der Literatur widerlegt oder doch relativiert werden. Die Lehre von der dentogenen Herdinfektion wurde nicht von einem Einzelnen oder wenigen einzelnen Forschern entwickelt. Vielmehr bildete sie sich und verdichtete sich im Laufe des 19. Jahrhunderts Schritt für Schritt. Neben Einzelbeobachtungen treten bestimmte Zielorgane und Krankheitsformen zunehmend in den Vordergrund. Auch gab es bereits einige systematisch angelegte Arbeiten, wobei Zahnärzte wie Koecker und Miller und Allgemeinärzte wie Israel und Pässler eine herausragende Rolle spielten.
Aus dem Inhalt: Grundzüge der dentogenen Herdinfektion im 20. Jahrhundert - Beobachtungen von der Antike bis in das 18. Jahrhundert - Auf dem Weg zum Konzept der dentogenen Herdinfektion im 19. Jahrhundert, gegliedert nach Zielorganen (z.B. Herz, Niere usw.) und Krankheitsformen (z.B. rheumatische Erkrankungen).