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Feindbilder bei den frühen Griechen

Untersuchungen zur Entwicklung von Fremdenbildern und Identitäten in der griechischen Literatur von Homer bis Aristophanes

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Stephan Schmal

In der attischen Literatur des späten 5. Jahrhunderts v. Chr. erscheinen Feindbilder in durchaus «modernem» Sinne. Vor allem Barbaren und Spartaner, aber auch Frauen werden vielfach zum Gegenstand klischeehafter Verzeichnung und stereotyper Geringschätzung. In der frühen Literatur von den Epen Homers bis zur Persertragödie des Aischylos dagegen dominiert eine neutrale, von positiver Grunderwartung gekennzeichnete Weltsicht. Die Studie von Schmal zeichnet diesen Wandel auf der Basis einer gründlichen Analyse von Homer, Aischylos, Euripides und Thukydides nach und verfolgt dann die zentrale Frage, warum sich das Feindbilddenken gerade in einer Zeit besonders ausprägt, in der zugleich das sogenannte «Politische» die Identität der athenischen Bürgerschaft neu gestaltet und polarisiert.
Aus dem Inhalt: Zur frühgriechischen Weltsicht (Homer) - Die Grenze des Barbarenbildes im 5. Jahrhundert - Der neue Feind: Sparta in der politischen Demagogie und auf der Bühne des späten 5. Jahrhunderts - Das Feindbilddenken: Die Kehrseite des «Politischen» bei den Athenern?