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Anerkennung und Bekämpfung von Menschenopfern im römischen Strafrecht der Kaiserzeit

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Henning Dohrmann

Menschenopfer sind von vielen antiken Kulturen bekannt und könnten als Ursprung der Todesstrafe Eingang in das römische Strafrecht gefunden haben. Spätestens mit seinem Aufstieg zur Weltmacht mußte sich Rom mit Menschenopferkulturen im eigenen Reich auseinandersetzen. Die Arbeit untersucht die Funktion des Strafrechts auf dem von der römischen Rechtsordnung beschrittenen Weg. Sie vergleicht die einzelnen Provinzen miteinander und stellt indigenes Recht dem Reichsrecht gegenüber. Dabei werden sowohl regionale Unterschiede als auch Entwicklungstendenzen über die Jahrhunderte der Kaiserzeit hinweg gezeichnet.
Aus dem Inhalt: Arten von Menschenopfern und ihre Verbreitung im römischen Reich - Menschenopfer (MO) und Todesstrafe: Enthauptung, Felssturz, Säckung, Sakration - MO-Bekämpfung in den Provinzen, insbes. Gallien, Britannien, Africa, Hispanien, griechischer Kulturbereich, mit Blick auf das Verhältnis indigenes Recht/Reichsrecht - Entwicklung der strafrechtlichen Bewertung des MO im Spannungsverhältnis Magie/Religion - Anerkennung römischer MO in öffentlichen Kulten, Saturnalien, Gladiatoren und privat bei Kindesaussetzungen.