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Der Tatbestand der freien Berufe als Anknüpfungspunkt für Steuerrechtsdifferenzierungen

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Bärbel Freier

Die Unterscheidung zwischen freien Berufen und sonstiger selbständiger Erwerbstätigkeit ist seit Jahrzehnten Gegenstand rechtswissenschaftlicher Kritik und gegenwärtig insbesondere in der Abgrenzung zum Gewerbebetrieb in Frage gestellt worden. In dieser Arbeit wird die historische Entwicklung des Begriffes des «freien Berufes» und des «Gewerbes» untersucht und die bestehende, unterschiedliche steuerliche Behandlung von freien Berufen und Gewerbetreibenden im Einkommensteuerrecht und Gewerbesteuerrecht dargestellt. Die Verfasserin kommt dabei zum Ergebnis, daDie Verfasserin kommt dabei zum Ergebnis, daß weder im Einkommensteuerrecht noch im Gewerbesteuerrecht der Tatbestand der freien Berufe Anknüpfungspunkt für Steuerrechtsdifferenzierungen sein darf. Im Einkommensteuerrecht sollten deshalb die Einkünfte aus Gewerbebetrieb und aus selbständiger Tätigkeit in einem Tatbestand zusammengefaßt werden und eine unterschiedliche steuerrechtliche Behandlung nicht mehr von der Einkunftsart freier Beruf bzw. Gewerbebetrieb abhängig gemacht werden. Für das Gewerbesteuerrecht wird eine Neudefinition des Steuergegenstandes gefordert.