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Trivialliteratur in der Zeit der Spätaufklärung

Untersuchungen zum Romanwerk des deutschen Schriftstellers Christian Heinrich Spieß (1755-1799)

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Ulrich Hartje

Christian Heinrich Spieß war in den letzten zwei Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts einer der erfolgreichsten Theaterdichter und Verfasser von Ritter- und Schauerromanen im deutschsprachigen Raum. Diese Untersuchung ist die erste ausführliche und systematische Analyse seines umfangreichen Romanwerks. Sie zeigt, daß schon in der Anfangsphase der massenhaften Produktion und Verbreitung von Büchern Schriftsteller wie Spieß bei der Aufbereitung ihrer trivialen Stoffe sowohl hinsichtlich der formal-handwerklichen Gestaltung als auch in bezug auf die ideologische Färbung Wege beschritten, die bis in die Gegenwart hinein vorbildlich sind. Es wird deutlich gemacht, wie Spieß durch die Gliederung und Montage der Handlungen Spannung erzeugte und durch die Einbindung überkommener ethischer Ansätze in einen zeitgemäß aufklärerischen Rahmen in weltanschaulicher Hinsicht den Bedürfnissen seines Publikums entsprach.
Aus dem Inhalt: Analyse von vier ausgewählten Romantexten mit Hilfe eines Modells - Spieß' Romane im geistesgeschichtlichen Kontext - Spieß' Romane und die Schauerliteratur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.