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Die Verwandlung des Exils in die elegische Welt

Studien zu den "Tristia</I> und "Epistulae ex Ponto</I> Ovids

Series:

Burkard Josef Chwalek

Die produktionsästhetischen Prinzipien der Exildichtung Ovids aufzuzeigen ist Ziel dieses Buches. Der Dichter verwandelt die historisch-reale Verbannungssituation in einen einheitlichen Bedeutungsraum, die elegische Welt. Das Arrangement beider Ebenen in einem Text verweist auf die auktoriale Gestaltungsbasis des Dichters. Dieser ist nicht mit dem elegischen Ich identisch, aber aspektuell in diesem anwesend. Deutung dieses Zusammenhangs: Im Weltverhalten des elegischen Ich und in der elegischen Welt, die gekennzeichnet ist durch das Zurückbleiben hinter dem Ideal der Freude und des Schönen, wird die Weltsicht des Dichters ansichtig. Die poetische Entfaltung der elegischen Welt ist Ausdruck des poetischen Exils des Dichters, der in einer unmusischen Welt die Existenz der Musen sichert.
Aus dem Inhalt: Analyse der Fiktivierungstechnik in der Exildichtung (Leserirritation, Paradoxien, Hyperbolik und dgl.) - Aufweis und Deutung der drei Ebenen: reale Welt, elegische Welt, auktoriale Gestaltungsbasis des Dichters - Detaillierte Interpretation von Ovid trist. 3,12.4, 1.4, 6.5, 2.5, 10. Pont 1, 3.1, 5.4, 4.