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Künstliche Befruchtung in wissenschafts- und sozialgeschichtlicher Sicht

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Iris Semke

Die Arbeit stellt die Hintergründe künstlicher Befruchtung bei Mensch und Tier dar. Im Mittelpunkt steht die Hochphase der Experimente in der 2. Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, die als Grundlage der heutigen Reproduktionsmedizin gelten kann. Vordergründig zur Behebung der Kinderlosigkeit entwickelt, degradieren die Versuche die Frau aber gleichzeitig zum Untersuchungsmaterial. Die weiteren Ziele dieser Forschung treten ans Licht: die Ermöglichung bevölkerungspolitischer und schließlich eugenischer Maßnahmen. Daneben dokumentiert die Arbeit die damalige Diskussion ethischer und rechtlicher Fragen, die sich durch die künstliche Befruchtung ergeben.
Aus dem Inhalt: Gesellschaftliche und naturwissenschaftliche Grundlagen der Fortpflanzung - Experimente zur künstlichen Befruchtung bei Tier und Mensch (1680-1925) - Bevölkerungspolitik und Eugenik als Hintergrund der Experimente - Ethische und rechtliche Fragen.