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Motivierungstechnik im «Roman de Thèbes» und im «Roman d'Enéas»

Eine Studie vor dem Hintergrund ihrer antiken Vorlagen

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Dorothea Blume

Basierend auf antiken Vorlagen, der Thebais und der Aeneis, entstehen im 12. Jahrhundert der Roman de Thèbes und der Roman d'Enéas; Zeitpunkt und Ausgangstexte der Adaptationen sind also erstaunlich parallel. Diesen Umstand hat sich die Forschung bisher jedoch nicht zunutze gemacht, um nach Bearbeitungsprinzipien der mittelalterlichen Autoren zu suchen. Die Studie zeigt, daß die Romanautoren eindeutige erzähltechnische und inhaltliche Prinzipien verfolgten. Im Mittelpunkt steht dabei die Motivierungstechnik der Autoren. Für einen erschöpfenden und textnahen Vergleich der Motivierungen wurde eine Systematik entwickelt, die nicht von ihrer inhaltlichen, sondern ihrer erzähltechnischen Gestaltung ausgeht.
Aus dem Inhalt: Motivierung durch Funktionswörter - Motivierung durch referierte Verbalvorgänge (Befehl, Wille, sinnliche Wahrnehmung) - Motivierung durch Erzählerreferate (Zustände, Eigenschaften, Handlungen, Umstände) - Motivierung in der Personenrede (Verhalten des Sprechers, Verhalten anderer Personen).