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Liebe als ästhetische Kategorie

Zu «Drei Frauen» von Robert Musil

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Sun-Ae Hwang

Von Musils eigener These ausgehend, daß die Liebe zweier Menschen stets zugleich auch deren Gesamtverhältnis zur Welt ausdrückt, weist die Autorin nach, daß dieses Gesamtverhältnis zur Welt im Licht zweier Problemkomplexe zu lesen ist: im Zeichen der Krisenhaftigkeit menschlichen Daseins einerseits, im Zeichen literarischer Darstellbarkeit und «Repräsentation» andererseits. Als Bindeglied ihrer Argumentation benutzt die Autorin die doppelte Bedeutung des griechischen Begriffs «Aisthetis» als Wahrnehmung und Kunstreflexion. Es werden zwei wesentliche Musil-zeitgenössische Stränge der Wissenschaft in den Blick genommen: die Ästhetik der Gestaltpschologie und die Filmästhetik. Zuletzt wird die Thematik fokussiert auf die Frage der Bildlichkeit im engeren Sinne.
Aus dem Inhalt: Teil I: Differenzierte Analyse der drei Novellen unter Einbeziehung von Musils Gesamtwerk und vorliegenden Forschungsergebnissen - Teil II: Das Thema Bildlichkeit aus den Blickwinkeln von Gestaltpsychologie, Filmästhetik und der Metaphorik in engerem Sinne.