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Treibhaus im Winter

Lourdes in der frankophonen Literatur

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Angelika Schenk

Die Berichte über 18 Marienerscheinungen in Lourdes (1858) erregten die französische Öffentlichkeit: Es ging um die Sanktion der politischen und moralischen Macht der Kirche. Diese Studie versucht, die literarische Behandlung des Phänomens Lourdes an ausgewählten Beispielen in drei Kategorien zu ordnen: Propaganda, sinnfindungs- und gesellschaftskritische Werke. Die Bandbreite der Ideen reicht von der Forderung nach einem theokratischen System bis zu geradezu pietistischen Hoffnungen auf gesellschaftliche Erneuerung als Folge mystischer Erweckung. Unter den Autoren, die sich von Lourdes inspirieren ließen, finden sich neben bekannten Namen wie Zola, Huysmans, Mauriac und Cesbron auch andere, deren Werke aufgrund ihrer Originalität der Beachtung wert sind.
Aus dem Inhalt: Das Initialereignis in seinem historischen Kontext - 'Nihil obstat'-Literatur - Wallfahrtsberichte - Lourdes als Thema gesellschaftskritischer Fiktion.