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«Gott oder das Nichts»

Sartre-Rezeption im frühen Nachkriegswerk von Alfred Andersch im Kontext der zeitgenössischen Existentialismusdiskussion

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Anja Fandel

Der Einfluß des Existentialismus, insbesondere der Philosophie Sartres, auf das frühe Nachkriegswerk Alfred Anderschs ist seit langem unbestritten. Aber was macht die Attraktivität des Existentialismus in der spezifisch deutschen Nachkriegssituation aus? Warum scheiden sich an der Frage «Gott oder das Nichts?» die Geister? Wie verarbeitet Andersch in seinen eigenen publizistischen, literaturtheoretischen und literarischen Texten die kontrovers diskutierten Positionen Sartres? Warum ermöglicht Sartre ihm und vielen seiner Zeitgenossen eine Positionsfindung in der Diskussion um Werte und Kunst? Die Darstellung und Systematisierung der Existentialismusdiskussion im Nachkriegsdeutschland und die Textanalysen des autobiographischen Romans Die Kirschen der Freiheit und der frühen Texte Flucht in Etrurien und Heimatfront versuchen, eine Antwort auf diese Fragen zu geben.
Aus dem Inhalt: Rezeptionsanalyse - Hypothesen zur Sartre-Kenntnis Anderschs - Grundzüge der Philosophie und Literatur Sartres - Existentialismus-Rezeption in Zeitschriften 1945-1950 - Literaturtheorie im Kontext der Existentialismus-Rezeption - Sartre-Rezeption im frühen Nachkriegswerk Alfred Anderschs: Die Kirschen der Freiheit, Flucht in Etrurien, Heimatfront - Anderschs Sartre-Rezeption im Kontext seiner Zeit.