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Frömmigkeit und Wissenschaft

Astrologie in Tanach, Qumran und frührabbinischer Literatur

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Kocku von Stuckrad

Das antike Judentum gilt in der wissenschaftlichen Forschung gemeinhin als Vertreter eines radikalen Kampfes gegen sog. «heidnische» Kulte. Die Astrologie, obwohl entscheidendes Konstituens der hellenistischen Welt, könne demgemäß die jüdische Religion nur marginal beeinflußt haben. In der vorliegenden Untersuchung wird diesem Befund ein anderer gegenübergestellt: Nicht nur die biblischen Texte, sondern vor allem auch die Zeugnisse aus Qumran und der rabbinischen Zeit offenbaren ein reges Interesse an astrologischen Zusammenhängen. Denn zu tief waren Astronomie und Astrologie im Rahmen des antiken Weltbildes mit Wissenschaft und Forschung verbunden. Nicht apriorische Ablehnung der Astrologie, sondern der Versuch einer Integration von Wissenschaft und religiöser Tradition kennzeichnen die hier untersuchten jüdischen Quellen.
Aus dem Inhalt: Astrologie in Mesopotamien, Ägypten und Griechenland - Astrologie in der frühen Kaiserzeit - Die biblische Auseinandersetzung - Qumran und Astrologie - Horoskope als Ausdruck individueller Prädestination - Abraham als Astrologe - Der Tierkreis und die Zahl Zwölf.