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Das Chansonnier Laborde

Studien zur Intertextualität einer Liederhandschrift des 15. Jahrhunderts

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Clemens Goldberg

Mit der Edition der bisher nicht oder nur unzulänglich edierten Chansons sowie einer Analyse aller Stücke des Chansonniers Laborde wird eine der wichtigsten Sammlungen des französisch-burgundischen Repertoires des 15. Jahrhunderts erstmals erschlossen. Die Arbeit vereinigt nicht nur quellenkundliche Aspekte mit detaillierter Analyse, sie untersucht darüber hinaus auch die intertextuellen Kriterien, nach denen die Stücke gruppiert wurden. Das Chansonnier wird gelesen wie ein Buch mit «Kapiteln», innerhalb derer die Stücke nicht als abgeschlossene Texte, sondern als offene Kunstwerke betrachtet werden, die ihren Sinn durch die jeweilige Gruppierung verändern können. Dabei zeigt sich, daß der oder die Redaktor(en) von Laborde die Stücke primär nach Textgesichtspunkten gliederten und die Musik als Erweiterung und Intensivierung der Texte betrachteten.
Aus dem Inhalt: Entstehung und Struktur von Laborde - Gruppierungskriterien der Stücke - Die musikalische Sprache der Chansons - Analysen der Chansons - Verzeichnis der Incipits - Edition.