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«Geschmack» als Basis der Verständigung

Chr. F. Gellerts Brieftheorie

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Claudia Kaiser

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wird der Brief zu einer zentralen Kommunikationsform. Chr. F. Gellert etabliert mit seiner «Abhandlung von dem guten Geschmacke in Briefen» eine Verständigungsbasis für die miteinander Kommunizierenden. Die neu definierte Verständigungsform ist geprägt von den ästhetischen Idealen und kommunikativen Bedürfnissen eines mittelständisch-gebildeten Publikums. Die Untersuchung entwickelt Gellerts Begriff des «Geschmacks» vor dem Hintergrund zeitgenössischer Literaturtheorien und geht gattungsgeschichtlichen Fragestellungen nach. Sie erörtert sozialgeschichtliche Aspekte einer «bürgerlichen» Schreibkultur, die sich über den «Geschmack» mit einer traditionell aus der Welt des Hofes stammenden Kategorie etikettiert.
Aus dem Inhalt: Gellerts Begriff des «Geschmacks» im Kontext zeitgenössischer Literaturtheorien - Gellerts Auffassung der Epistolographie im Zeichen des «guten Geschmacks» - Die Neudefinition der als Geschmacksträger geltenden sozialen Schichten - Der «Geschmack» als Verständigungsbasis in «bürgerlichen» Schichten.