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Italienische «Fremdarbeiter» im nationalsozialistischen Deutschland 1937-1945

Mit einem Geleitwort von Karl-Egon Lönne

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Ralf Lang

Im Rahmen der gesamten «Fremdarbeiterproblematik» im Nationalsozialismus wird hier zum ersten Mal die Rolle der italienischen «Fremdarbeiter» von 1937-1945 unter zwei Aspekten untersucht. Zum einen von einem migrationsgeschichtlichen Ansatz aus, indem der Einfluß der traditionellen italienischen Arbeitsmigration dargestellt wird. Zum anderen wird unter dem Blickwinkel der politischen, wirtschaftlichen, rassistisch-ideologischen und militärischen Entwicklung die Dynamisierung des Einsatzes hin zu einer Zwangsmigration analysiert. Dabei konnte aus einem durch polykratische Herrschaftsstrukturen häufig verworrenen Gewebe von Gesetzen, Verordnungen und Führerbefehlen eine politisch motivierte Sonderstellung der italienischen Arbeiter herausgearbeitet werden. Aus vielfältigen Widersprüchen erklärt sich der nach dem Ausscheiden Italiens aus dem Krieg verschärfte Rassenhaß und das ambivalente Verhältnis zwischen Faschismus und Nationalsozialismus.
Aus dem Inhalt: Kontinuität der Beschäftigung italienischer Arbeiter in Deutschland - Wirtschaftliche, politische und rassistisch-ideologische Voraussetzungen für den Einsatz italienischer Arbeitskräfte - Der konkrete Arbeitseinsatz der Italiener - Italienische Arbeiter und das Ende des Krieges in Deutschland.