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Dogmengeschichte als Dogmenkritik

Die Anfänge der Dogmengeschichtsschreibung in der Zeit der Spät- aufklärung

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Uns scheint die Unterscheidung der Dogmengeschichte von der Dogmatik einerseits und von der Kirchengeschichte andererseits selbstver- ständlich. Bei Darstellungen der Entstehung solcher selbständigen Dogmengeschichtsschreibung wird ein Mann wie Wilhelm Münscher (1766-1814) in der Regel als erster Vertreter dieser Disziplin genannt, ohne dass ihm und seinesgleichen besondere Aufmerksamkeit geschenkt würde. Hier setzt Lipps' Arbeit ein und zeigt, wie sehr jene ersten Vertreter dieser Disziplin sie als Mittel zur Befreiung christlichen Glaubens und Lebens von der Hypothek dogmatischer Lehrsätze einer starren Orthodoxie einsetzen. Dogmengeschichte ist als Dogmenkritik entstanden. Dies zeigt der Verfasser durch eindringende Werkanalysen der für die aufklärerische Anfangs- zeit der Dogmengeschichtsschreibung wesentlichen Autoren.
Aus dem Inhalt: Einleitung - Stationen auf dem Weg zur Dogmen- geschichte: C.F. Rössler, G.J. Plank, W.C.L. Ziegler - Die ersten Gesamtdarstellungen der Dogmengeschichte: S.G. Lange, W. Münscher, J.C.W. Augusti - Die dogmengeschichtlichen Ansätze J.C.F. Wundemanns und F.C.C.H. Münters - Schlussbetrachtung: Dogmengeschichte als Dogmenkritik.