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Gruppenwahrnehmung im Minderheits- und Mehrheitskontext:- Portugiesen in Deutschland und in Portugal

Portugiesen in Deutschland und in Portugal

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Ana Paula Sales Guinote

Fremdgruppenmitglieder werden normalerweise undifferenzierter wahrgenommen als Mitglieder der Eigengruppe. Dieser Effekt der outgroup homogeneity kann sich jedoch im Fall von Minderheitsmitgliedern umkehren. Diese Phänomene werden anhand von zwei natürlichen Gruppen untersucht: Portugiesen in Portugal (Mehrheitsgruppe) und Portugiesen in Deutschland (Minderheitsgruppe). Vertreter beider Gruppen haben sich in halbstrukturierten Interviews zum Selbstbild (Portugiesen) und Fremdbild (Deutsche) geäußert. Das Material wurde hinsichtlich unterschiedlicher Indikatoren für wahrgenommene Gruppenhomogenität ausgewertet. Für die Akzentuierung von Intragruppenähnlichkeiten der Eigengruppe erwies sich das Ausmaß, in dem Gruppenmitglieder sich mit der Eigengruppe identifiziert haben, als entscheidend.
Aus dem Inhalt: Outgroup homogeneity - Relative Eigengruppenhomogenität bei Minderheitsmitgliedern - Theorie der sozialen Identität - Selbstkategorisierungstheorie - Intergruppenbiases - Polarisierung und Komplexität der Gruppenrepräsentationen - Vertrautheitshypothese - Exemplar- und Abstraktionsmodelle der kategoriellen Repräsentation.