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Abschied und Trennung als lyrische Situationen

Motivwandel bei Shakespeare, Sidney und Donne

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Karl Gotthard

Die Untersuchung ist ein Beitrag zur Beschreibung des Stilwandels in der englischen Dichtung um 1600. Dieser manifestiert sich in der Lyrik insbesondere als Übergang vom Petrarkismus elisabethanischer Sonettzyklen zu einem «Antipetrarkismus» und reagiert auf einen Wandel der Weltsicht und der Liebesauffassung. Trennung und Abschied, Urmotive lyrischer Dichtung, liefern dafür ein aufschlußreiches Paradigma. Denn für die Liebeslyrik Petrarkas und der Petrarkisten ist der Zustand der Trennung des Subjekts vom vergötterten, unerreichbaren Liebesobjekt geradezu Prinzip. Dies führt zum idealisierten Preis der Angebeteten oder zur Klage über das Getrenntsein. Dagegen lotet John Donne, weil er auch die Sexualität einbezieht, in Valedictiones den Moment des Abschiednehmens aus.
Aus dem Inhalt: Stationen des lyrischen Sprechers in Shakespeares Sonetten - Trennungsgedichte in Sidneys Astrophel and Stella und Arcadia - Die Valedictiones des John Donne - Nachklang: Abschiedsgedichte im 17. Jahrhundert.