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Höllenfleisch und Heiligtum

Der menschliche Körper im Spiegel autobiographischer Texte des 16. Jahrhunderts

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Christoph Lumme

Der Leib, über Jahrtausende Abbild des Universums, entwickelte sich in der frühen Neuzeit zum Instrument einer methodischen Lebensführung. So zentral der Wandel des Körperbewußtseins für die Geschichte des Abendlandes jedoch ist, so schwierig erscheint seine Erforschung. Fast sämtliche Untersuchungen abstrahieren stark und beschränken ihre Quellengrundlagen auf kleine gesellschaftliche Eliten. Diese Untersuchung beweist, daß sich anhand von bisher kaum beachteten autobiographischen Texten des 16. Jahrhunderts eine andere Körpergeschichte schreiben läßt, eine Körpergeschichte, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Der Autor wertete zahlreiche Selbstzeugnisse aus und untersuchte, wie Menschen mit ihrer biologischen Lebensgrundlage umgingen, wie sie diese wahrnahmen und deuteten.
Aus dem Inhalt: Mittelalterliche Vorstellungen von Leiblichkeit - Naturbeherrschung in der frühen Neuzeit - Der Körper im autobiographischen Selbstkonzept - Menschliche Natur und zivilisatorische Struktur.