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Manipulation in der politischen Rede

Textanalysen der extremen Rechten

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Kristina Kayatz

Ausgehend von der Hypothese, daß ideologische Affinitäten des Konservatismus zum Faschismus sich auch in der Sprache manifestieren müssen, vergleicht die Arbeit zwei politische Texte. Gegenübergestellt werden die Regierungserklärung Adolf Hitlers vom 1. Februar 1933 und das Sendschreiben des spanischen Episkopats vom Juli 1937, mit dem sich die katholische Kirche Spaniens ein Jahr nach Beginn des Bürgerkrieges hinter die aufständischen Militärs stellte. Zum ersten Mal wird damit ein spanisch-deutscher Textvergleich vorgelegt, der mit Hilfe einer textsemantischen Methode über einzelsprachliche und stilistische Analysen hinausgeht. Als Ergebnis werden gemeinsame Manipulationsstrategien des rechtskonservativen und des faschistischen Diskurses rekonstruiert.
Aus dem Inhalt: Gegenübergestellt werden Argumentationsstruktur, semantische Felder und Konnotationen von Adolf Hitlers «Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk» und der «carta colectiva del episcopado español a los obispos de todo el mundo explicando las razones del alzamiento y los fines de la guerra». Die gemeinsamen Manipulationsstrategien des rechtskonservativen und des faschistischen Diskurses können auch in Texten von Silvio Berlusconi, Jean-Marie Le Pen und dem als «Nazianwalt» bekannt gewordenen Jürgen Rieger belegt werden.