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Prüfungen und Beurteilungen in der beruflichen Bildung

Kritik der aktuellen Praxis und Entwurf einer Neuorientierung vor dem Hintergrund einer veränderten Qualifikationsentwicklung und neuerer erkenntnistheoretischer und berufspädagogisch-didaktischer Ansätze

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Jochen Walter

Gerade im letzten Jahrzehnt ist ein krasses Mißverhältnis zwischen herkömmlicher Prüfungs- und Beurteilungspraxis einerseits sowie neuorientierter Berufsbildung andererseits festzustellen. Neue Entwicklungen und Ansätze (z.B. «Förderung von Schlüsselqualifikationen» und «Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz») zu propagieren und mehr oder weniger unverbindlich einzuführen ist etwas anderes, als solche Forderungen und damit eine Neuorientierung in der Berufsbildung durch veränderte Prüfungen zu manifestieren bzw. einzulösen. In dieser Arbeit wird daher vesucht, Veränderungsrichtungen einer diagnostischen Praxis im Rahmen beruflicher Bildung herauszuarbeiten, die insbesondere neueren erkenntnistheoretischen und berufspädagogisch-didaktischen Ansätzen stärker Rechnung tragen.
Aus dem Inhalt: Berufliche Prüfungen und Beurteilungen im Spannungsfeld unterschiedlicher Funktionen - Eckpfeiler und Entwicklungslinien des industriellen Prüfungswesens - Veränderung der Rahmenbedingungen beruflicher Bildung und neue Ansprüche an einen berufspädagogischen Leistungsbegriff - Die systemtheoretische und konstruktivistische Perspektive: offensiver Umgang mit Komplexität und Subjektivität im Rahmen einer Ermöglichungsdidaktik und Konsequenzen für berufliche Prüfungen und Beurteilungen - Schlußfolgerungen für eine veränderte Gestaltung pädagogisch-diagnostischer Verfahren in der Berufsbildung.