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Freiheit, Ungleichheit, Selbstsucht?- Fontane und Großbritannien

Fontane und Großbritannien

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Stefan Neuhaus

Es dürfte wohl keinen zweiten deutschen Autor geben, dem so viele verschiedene, sich gegenseitig ausschließende politische Grundeinstellungen zugeschrieben werden. Einige Forscher halten Fontane für einen rückwärtsgewandten Konservativen, andere erklären ihn zum Liberalen, zum Demokraten oder gar zum frühen Sozialisten. Am Beispiel von Fontanes Einstellung zu Großbritannien zeigt diese Studie, daß man zu neuen, überraschenden Ergebnissen kommt, wenn man Fontanes Texte vor ihrem geistesgeschichtlichen Entstehungshintergrund interpretiert. Eine ausführliche Analyse von vier Romanen veranschaulicht, wie sich die Auseinandersetzung mit dem Inselreich im Werk niedergeschlagen hat. Auch hierbei rundet sich das Persönlichkeitsbild des heute immer noch Rätsel aufgebenden politischen Menschen Fontane.
Aus dem Inhalt: «Dieser Zauber verliert nimmer an Kraft»: Fontanes Großbritannien-Bild - Von Waverley bis Woldemar: Der Einfluß Walter Scotts auf Theodor Fontane - England = Fortschritt - X: Das Englandmotiv im erzählerischen Werk (Interpretation von Cécile, Unwiederbringlich, Frau Jenny Treibel und Der Stechlin).