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Die Reorganisation beruflicher Weiterbildung im regionalen Transformationsprozeß der Neuen Bundesländer: Destruktion und Konstruktion im Wechselspiel

Eine empirische Untersuchung von Institutionen und Strukturen AFG-geförderter beruflicher Weiterbildung in den Arbeitsamtsbezirken Jena, Plauen und Zwickau im Zeitraum von 1991 bis 1994

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Andreas H. Bröker

Beim Einsatz beruflicher Weiterbildung, dem deklarierten Schlüsselbereich für die Bewältigung vielfältiger Herausforderungen im Transformationsprozeß der Neuen Bundesländer, hat die Bildungspolitik einen normativ westdeutsch geprägten und wenig innovativen Weg beschritten: Der Demontage des tradierten betriebszentrierten DDR-Weiterbildungssystems steht der Aufbau marktkonformer Weiterbildungsstrukturen außerhalb betrieblicher Aktionsfelder durch den Rückgriff auf ein kaum adaptiertes Arbeitsförderungsgesetz gegenüber. Auf der Basis umfangreicher Erhebungen bei Weiterbildungsträgern, mit Expertengesprächen, Fallstudien und sekundär-statistischen Daten unterlegt, analysiert die Studie widersprüchliche, durch die 10. AFG-Novellierung verschärfte Folgewirkungen von institutionell-strukturellen Reorganisationsprozessen innerhalb der beruflichen Weiterbildung in den Neuen Bundesländern. Ferner werden auf dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung Wandlungen lokaler Implementationsbedingungen und ihre paradoxen Auswirkungen auf die Handlungsgeflechte regionaler Akteure wie Arbeitsämter, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und kommunale Ämter für Wirtschaftsförderung untersucht.
Aus dem Inhalt: Konzeptionelle Defizite für den Transformationsprozeß - Ausgangslage beruflicher Weiterbildung in der ehemaligen DDR - Wirtschaftliche Lage, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik in den NBL - Reorganisationsprozesse: Ausdünnung der Trägerlandschaften, Binnenpolaritäten, Segmentationstendenzen, Partizipationslücken, Kooperations- und Beratungsdefizite - Regionale Akteurskonstellationen - Grenzen und Reichweiten der AFG-Förderpolitik - Anhang mit Fragebögen.