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Krieg und Ordnung

Eine Studie über regionale Kriege und regionale Ordnung am Beispiel des Nahen Ostens

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Kai Dierke

Internationale Politik im Nahen Osten gilt als kaleidoskopisch, erratisch und kaum kalkulierbar. Wie kein zweites regionales Teilsystem der internationalen Staatenwelt ist diese Region durch eine Vielzahl von Konflikten geprägt, die nicht selten die Form zwischenstaatlicher Kriege annehmen. Aufbauend auf einer Bestandsaufnahme der prävalenten Forschung zum Zusammenhang von Krieg und internationaler Ordnung, entfaltet der Autor einen theoretischen Bezugsrahmen zur Analyse regionaler Kriege im Nahen Osten. Zwischenstaatliche Kriege im Nahen Osten, so die zentrale Schlußfolgerung dieser Studie, entstehen im Kontext einer regionalen Ordnung. Der arabisch-israelische Krieg 1967, der irakisch-iranische Krieg 1980-88 und der Golfkrieg 1990/91 waren nicht primär der Ausdruck bereits lange bestehender zwischenstaatlicher Konflikte - sie waren Versuche führender arabischer Staaten, eine regionale Hegemonialordnung zu etablieren.
Aus dem Inhalt: Regionale Kriege im Nahen Osten und ihre Ursachen: Zum Stand der Forschung - Krieg und Ordnung im internationalen System: Versuch einer Konzeptualisierung - Der Sechs-Tage-Krieg 1967: Aufstieg und Fall der panarabischen Ordnung - Der erste Golfkrieg 1980-88: Auf der Suche nach einer irakozentrischen Ordnung - Der zweite Golfkrieg 1990/91: Ein «Encore» für die irakozentrische Ordnung.