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Monumentale Stuckfiguren in römischen Dekorationssystemen des Cinquecento

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Susanne Evers

Die Untersuchung beschäftigt sich mit Entstehung, Entwicklung und Aufgaben plastisch-figürlicher Stuckdekoration in Rom. Die frühesten Beispiele für die im 17. Jahrhundert weit verbreiteten monumentalen Stuckfiguren finden sich bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Als Geburtsstätte darf die Sala Regia im Vatikan angesehen werden. Hier entstand eine Fülle von Figuren unter direktem Einfluß von Michelangelos plastischem Schaffen. Anhand exemplarisch ausgewählter Dekorationen werden die Entwicklungsschritte bis hin zu frühbarocken Ausstattungen aufgezeigt, die eine wichtige Grundlage für die Kunstauffassung Gianlorenzo Berninis bilden. So kann ein Bogen geschlagen werden von Michelangelo zu Bernini, der Aufschlüsse über die Genese der barocken Skulptur zuläßt.
Aus dem Inhalt: Aufkommen der monumentalen Stuckfigur, 1515-1550: Vorstufen (Raffael, Perino del Vaga), Sala Regia (Daniele da Volterra), Gründe für den Wandel - Verbreitung und Etablierung, 1550-1580 - Übergang zum Barock, 1580-1615: Madonna dei Monti, Cappella Paolina in S. Maria Maggiore.