Show Less
Restricted access

Stadthallen in der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin

Eine gesellschaftliche Architekturleistung der Nachkriegszeit

Series:

Jörg Rüter

Die Stadthalle spiegelt als Bauaufgabe das kulturelle Selbstverständnis einer Kommune. Ihre Entwicklungsgeschichte war im ausgehenden 19. Jahrhundert gleichermaßen Ausdruck bürgerlicher Emanzipation. Nach dem 2. Weltkrieg jedoch wurde die Stadthalle zu einem architektonischen Symbol des demokratischen Neubeginns. Sie wurde zum Sinnbild der geläuterten, gleichwie jungen bundesrepublikanischen Gesellschaft. Ihre Architektur mit allen stilistischen Verhaftungen war oftmals Programm und Utopie in einem. Gestalterisch findet sich in ihr das gesamte Spektrum der Architektur der 50er Jahre, seine Reize und seine zeittypischen Sonderlichkeiten. In diesem Buch werden Stadthallen vorgestellt, die grundlegend die Diskussion in den führenden Architekturorganen prägten und ihrerseits verschiedene Modelltypen der Nachkriegsära repräsentieren. Das Resultat ist der Querschnitt einer Bauaufgabe, die wie kaum eine zweite für den Aufbruch der Bundesrepublik steht. Die Arbeit baut auf einem Objektkatalog auf, der Stadthallen mit ihren wichtigsten Baudaten vorstellt, die in den einschlägigen Baufachzeitschriften publiziert oder ausgeschrieben worden sind.
Aus dem Inhalt: Entwicklungsgeschichte der Stadthalle als Bauaufgabe - Wiederaufbau und Architekturtendenzen der 50er Jahre - Von kleinstädtischen Saalbauten zu symbolbeladenen Sonderbauten - Technisch wie gestalterisch exzeptionelle Architekturleistungen der Nachkriegszeit - Katalog - Bauhistorische Bedeutung und gesellschaftspolitischer Stellenwert der Stadthallen.