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Teufelsverträge

Märchen, Sage, Schwank, Legende im Spiegel der Rechtsgeschichte

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Renate Zelger

«Den Teufel spürt das Völkchen nie», behauptet Mephisto in Goethes Faust. Die Methodik struktureller Vertragsanalyse und Motivationsforschung volkstümlicher Teufelsverträge ermöglicht es jedoch, den Teufel als realen, allerdings meist betrogenen Vertragspartner darzustellen. Unbeschränkte Travestien befähigen den Teufel, als Verführer, Ankläger, Fürsprecher und Vollzieher göttlichen Strafgerichts zu erscheinen. Die Verflechtung von Gesetz und Gewohnheitsrecht, Gerechtigkeitsanspruch und Sittenwidrigkeit ist unübersehbar. Darüber hinaus läßt sich die Auflösung der Einheit von Glauben und Wissen aufgrund der rationalistischen Komponente der Rezeption beobachten, die im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich ihre Wirkung entfaltet.
Aus dem Inhalt: Vertragsgestaltung und Vertragsinhalt eines volkstümlichen Teufelspaktes - Angebot und Annahme, Forderung und Leistung, Wirksamkeit und Erfüllung, Fristen und Eide sowie der Betrug am Teufel und die Rechtfertigung des Menschen.