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Konfessionelle Namengebung in der Oberpfalz von der Reformation bis zur Gegenwart

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Rudolf Kleinöder

Diese Arbeit untersucht exemplarisch die Praxis der konfessionell geprägten Vornamengebung vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart in einem ländlichen Raum in der westlichen Oberpfalz. Als Materialbasis dienen die Kirchenbücher der ehemaligen protestantischen Reichsgrafschaft Sulzbürg-Wolfstein und der kurbaierischen Nachbarorte, die sich aufgrund historischer Verhältnisse konfessionell getrennt entwickelten. Die umfassende, EDV-gestützte Auswertung beschreibt und interpretiert unter anderem konfessionelle Besonderheiten als Produkt der jeweiligen Verschriftung in den Quellen sowie die Entstehung der konfessionell geprägten Namenwahl im Barock und ihren Untergang im 20. Jahrhundert. Das gesamte Material wird dargestellt und kommentiert in einem integrierten Namenlexikon, das die quellenbedingten Varianten (Allonome) zu systematischen Einheiten (Normemen) zusammenfaßt.
Aus dem Inhalt: Abriß der Gebietsgeschichte - Quellenbeschreibung - Morphologie der Vornamen - Rufnamen - Motive der Namenwahl - Elternnamen, Patennamen, Heiligennamen - Namenmoden - Namenlexikon.