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Die Entwicklung des Restgedankens in Jesaja 1-39

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Heide-Marie Pfaff

Daß der Restgedanke zu den zentralen Vorstellungen des Alten Testaments gehört, bezeugen religionssoziologische und bibeltheologische Arbeiten. In Jesaja 1-39 kann der Rede vom Rest geradezu die Funktion eines Leitmotivs zugewiesen werden. Neuere überlieferungs- und redaktionsgeschichtliche Untersuchungen zum Jesajabuch, insbesondere diejenigen J. Vermeylens und O.H. Stecks, forderten dazu auf, der Rede vom Rest sowie ihrer jeweiligen Funktion in der prophetischen Botschaft erneut nachzugehen, d.h. von einem Grundbestand möglicher Jesajaworte bis hin zur spätesten Redaktion. Man wird in Zukunft hinsichtlich des Jesajabuches nicht mehr einfachhin zwischen einer «negativen» Restvorstellung in vorexilischen- und einer «positiven» in nachexilischen Texten unterscheiden dürfen.
Aus dem Inhalt: Die Rede vom Rest in Jesaja 1-39 wird auf ihre komplizierte Genesis hin untersucht, um die jeweiligen Schichten und Redaktionen schärfer zu profilieren und nach einer möglichen Entwicklung des Restgedankens zu befragen.