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Das Erzählprinzip 'Auslöschung'

Zum Umgang mit Geschichte in Thomas Bernhards Roman "Auslöschung. Ein Zerfall</I>

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Silke Schlichtmann

Die Studie behandelt Thomas Bernhards umfangreichsten Prosatext Auslöschung. Ein Zerfall (1986) im Hinblick auf das im Titel anzitierte Konzept 'Auslöschung'. Sie arbeitet dessen enge Verknüpfung mit dem Themenkomplex Geschichte heraus. Eine eingehende Analyse von Sprache, Komposition und Poetologie macht 'Auslöschung' als grundlegende Idee des Romans sichtbar und legt dabei eine für das Erzählprinzip konstitutive Dialektik von (Re)konstruktion und De(kon)struktion frei. Den Bereich von Geschichte und Gegengeschichte untersucht die Verfasserin auf verschiedenen Ebenen und berücksichtigt insbesondere die Darstellung des (österreichischen) Nationalsozialismus. Dieser erweist sich als zentrales Thema eines Erzählens, das Vernichtung und Erinnerung zugleich anstrebt.
Aus dem Inhalt: Wortfeldanalyse - Titel-Text-Bezüge - Doppelte Poetologie - Übertreiben, Wiederholen, Lachen - Wechselspiel von Konstruktion und Destruktion - Geschichte: Verfall einer Familie, Nationalsozialismus - Gegengeschichte: Figuren einer Gegenwelt, Utopieentwurf - Erinnerungsarbeit.